Michael Birkenmeiers (1956 geb. in Basel) Idole der Jugendzeit waren weniger die Rolling Stones oder die Bee Gees, sondern Alfred Rasser und Dinu Lipatti, Hanns Dieter Hüsch, Robert Schumann und Zarah Leander. Einmal, das war sein Traum, wollte er all dies miteinander vereinen. Mit diesem Ziel im Hinterkopf absolvierte er die Klavierausbildung am Konservatorium in Basel und bildete sich am dortigen Studio für Musik und Theater schauspielerisch weiter. Anschliessend ein Jahr intensive Bühnenerfahrung im Ensemble von Roland Rasser im Theater Fauteuil. Daneben korrepetierte er am Basler Konservatorium in der Chansonklasse von Inge Borkh und übernahm schliesslich deren Leitung bis ins Jahr 2005.

Nach einem Soloprogramm «Schmerzartikel» (1981–83) machte er sich schon bald zusammen mit seiner Schwester Sibylle als Kabarettist in der Schweiz und im ganzen deutschsprachigen Raum einen Namen. Michael Birkenmeier schreibt Texte und Musik für sämtliche Kabarettprogramme, das heisst, er musiziert mit der Sprache und spricht durch seine Klaviertasten. Er ist bekannt für irrwitzige Wortspiele. Diese sind bei ihm allerdings nicht bloss Witze, sondern oft die einzige Möglichkeit, einen komplexen und erschreckenden Zusammenhang auf einen Schlag deutlich zu machen.

Ein ständig wachsendes Arbeitsfeld sind auch die Programme auf Anfrage geworden: Auf einen bestimmten Themenschwerpunkt zugeschnittene Spezialprogramme als kabarettistische Tagungs- und Kongressbegleitung. Vor allem in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Religion, Wirtschaft, Psychologie, Sozialpolitik.

Hanns Dieter Hüsch sagte prophetisch bei der Preisverleihung des Deutschen Kleinkunstpreises: «Die beiden werden sehr berühmt werden, aber nie populär!»

«Bei all ihren Arbeiten sind die Beiden nie festzulegen auf eine Welle, ein Genre. Immer wieder überraschend neu erscheinen sie bei allem, was sie anpacken und bleiben dennoch sich selber treu. Unverkennbar jedes Mal ihre hohe Qualität beim Spielen, in der Musik, im sprachlichen Witz und in der gedanklichen Kreativität.» (Aus der Laudatio des Deutschen Kleinkunstpreises)

"Ich bin kein Tastenlöwe, aber Musiker mit Leib und Seele.

Ich bin kein Schauspieler fürs Heldenfach, aber ich liebe die Komprimierung in der kabarettistischen Skizze.

Ich bin kein Romanschriftsteller, aber ich liebe es, das zu öffnen, was unsere Worte und Sätze verbergen.

Ich liebe den Ernstfall im Humor, den tiefen Sinn im Unsinn...

Deshalb ist der Platz auf der Kabarettbühne mein Platz - für mich der einzig mögliche."